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Mikroprozessorbasierte zentrale Betriebssteuerung   

Mikroprozessorbasierte zentrale Betriebssteuerung

Die mikroprozessorbasierte zentrale Betriebssteuerung MP DC steuert den Zugverkehr auf Fern- und Industriebahnen innerhalb von Dispositionsbereichen und automatisiert wesentliche Aufgaben der Disponenten. Moderne Fernwirk-, Mikroelektronik- und Rechnertechnik erhöhen die Wirksamkeit der Betriebsführung. Das System verbindet die Funktionen herkömmlicher zentraler Betriebssteuerungen mit zusätzlichen IT-gestützten Funktionen. Es ist für Relais- und Mikroprozessortechnik in Bahnhöfen und auf Strecken ausgelegt und gehört zu den automatisierten Informations- und Steuerungssystemen für kontinuierlich-diskrete Prozesse mit hoher Informationsleistung und Funktionszuverlässigkeit.

Einsatzbereiche:

  • Einrichtung der zentralen Überwachung und Steuerung eines Abschnitts bei Aufbau, Verlegung oder Modernisierung von Disponentenarbeitsplätzen
  • Steuerung benachbarter Bahnhöfe von einem Stützpunktbahnhof aus
  • Regionale oder bahnweite Betriebszentralen mit vernetzten Arbeitsplätzen
  • Echtzeitübertragung von Zustandsdaten verteilter Steuerungs- und Überwachungsobjekte an übergeordnete und benachbarte Systeme

Funktionen der zentralen Betriebssteuerung

Dialogfunktion:

  • Informationsdarstellung und Interaktion des Dispositionspersonals mit MP DC
  • Zusammenarbeit mit den Betriebssteuerungen benachbarter Abschnitte, Knoten sowie großer Rangier-, Betriebs- und Personenbahnhöfe
  • Anbindung weiterer Informations- und Steuerungssysteme, etwa Fernwirktechnik, Energieversorgung und ASOUP

Betriebsprotokollierung:

  • Erfassung der Steuerhandlungen des Dispositionspersonals
  • Erfassung der Zuglage
  • Aufzeichnung von Störungen der MP-DC-Ausrüstung und angeschlossener Systeme
  • Erfassung der Ergebnisse vorgeschriebener Prüfungen und Diagnosen beim ersten Start sowie bei der Wiederherstellung nach Störungen
  • Sammlung und zugängliche Archivierung der Verkehrsdaten

Überwachung, Modellierung und Prognose des Zugverkehrs:

  • Übersichtliche Darstellung von Zuglage, Zustand und Betriebsarten der Leit- und Sicherungstechnik, tatsächlichem Bildfahrplan und Leistungsdaten der Disponenten
  • Bereitstellung der für betriebliche Entscheidungen erforderlichen Auskunfts- und Meldeinformationen
  • Führung von Zuglagemodellen
  • Analyse und Prognose der Zugbewegungen

Selbstdiagnose und Diagnose der Leit- und Sicherungstechnik:

  • Aufrechterhaltung der festgelegten Zuverlässigkeitswerte der technischen Mittel
  • Aufrechterhaltung der festgelegten Informationszuverlässigkeit
  • Verkürzung der Störungsbehebung

Steuerung und Zustandsüberwachung:

  • Fernmeldung
  • Fernsteuerung
  • Automatische Steuerung der Leit- und Sicherungstechnik gemeinsam mit weiteren Teilsystemen
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